Regionalfachtage zur Inklusion


Fachtag März 2024

„Gemeinsam machen wir uns auf den Weg“

Der zweite Regionalfachtag Inklusion unter der Regie des Kompetenzteams Inklusion fand am 09. März 2024 statt. Die Möglichkeit den Regionalfachtag an einem Sonnabend besuchen zu können, wurde gerne von den Leitungs- und Fachkräften der Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege des Kreises Schleswig-Flensburg angenommen. Dies war bereits durch die schnell steigenden Anmeldezahlen zu erkennen. Das Kompetenzteam Inklusion hat den Bedarf an Fortbildungsangeboten in den Randzeiten erkannt und wird weiterhin mindestens einen Regionalfachtag Inklusion jährlich an einem Wochenende anbieten.

Vernetzungsmöglichkeiten

Angela Pflanz, Case Managerin der Diako Flensburg, stellte das Projekt „Der Bunte Kreis Nord“ vor. Die Case Manager*innen des Projekts unterstützen Familien von schwer kranken Kindern dabei, die Fragen und Herausforderungen des Alltags zu bewältigen. Das Kompetenzteam Inklusion möchte in der Zusammenarbeit mit „Der Bunte Kreis Nord“ die Leitungs- und Fachkräfte der Kindertageseinrichtungen sowie der Kindertagespflege des Kreisgebiets dabei unterstützen den Kindern dieser Familien eine gesicherte Betreuung zu ermöglichen.

Des Weiteren stand den Teilnehmenden Antje Knossalla von „Traumapädagogik in Kindertagesstätten, in der Kindertagespflege und in Familienzentren“ – kurz TiK-SH – des Instituts für berufliche Aus- und Fortbildung zur Verfügung. Teilnehmende konnten sich bei Antje Knossalla unter Anderem zu kostenfreien In-House-Schulungen und Angeboten zum Thema „Traumapädagogik und Hochbelastung bei Kindern“ informieren und beraten lassen. Die kostenfreien Fortbildungen werden in Rendsburg oder „Inhouse“ direkt in den eigenen Räumlichkeiten durchgeführt. Bei wachsendem Interesse ermöglicht das Kompetenzteam gemeinsam mit TiK-SH die Durchführung der Angebote im Kreis Schleswig-Flensburg. Sprechen Sie uns dazu gerne an!

 

Workshops

Bei der Themenfindung und der Konzipierung der Workshops orientiert sich das Kompetenzteam an den konkreten Bedürfnissen der Einrichtungen, die es in Abfragen auf den Regionalfachtagen sowie durch persönliche Gespräche in den Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege in Erfahrung gebracht hat. Durch die vielfältigen Fragestellungen der Leitungs- und Fachkräfte der Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege ergibt sich eine entsprechend themenreiche Auswahl. Die hier aufgeführten Workshops können auch als kostenfreie In-House-Schulungen von Einrichtungen der Kita und Kindertagespflege des Kreises Schleswig-Flensburg bei der Koordination des Kompetenzteams gebucht werden.

Gesine Bormann Kreske Spachowski
Gesine Bormann und
Kreske Spachowski

Workshop 1: Unterstützte Kommunikation


Kommunikation ist ein Grundrecht. Wenn die Lautsprache nicht oder noch nicht genutzt werden kann, bietet die Unterstützte Kommunikation Menschen alternative Kommunikationsformen an. Es ist unsere Aufgabe, allen Menschen Kommunikation zu ermöglichen.

Im Workshop wollen wir uns mit der Bedeutung von Kommunikation, alternativen Kommunikationsformen und der Bedeutung des Modellings auseinandersetzten. Nach diesem theoretischen Input werden im Praxisteil verschiedenen Materialien zur Unterstützen Kommunikation kennengelernt und ausprobiert.

Sarah Marie Mikoleit
Sara Belušić

Workshop 2: Interkulturelle Elternarbeit


Die Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern gelingt, wenn sich beide Seiten darüber einig sind, was gute Erziehung ausmacht. Besonders herausfordernd kann es werden, wenn – auch kulturell geprägt – sehr unterschiedliche Vorstellungen, Wünsche oder Gewohnheiten aufeinandertreffen. Dabei verstehen wir Kulturen als unterschiedlichste Gemeinschaften und rücken ab von der Vorstellung vermeintlicher „Nationalkulturen“.

In diesem Workshop versuchen wir zu verstehen, dass unterschiedliche Erziehungsvorstellungen ihre Daseinsberechtigung haben und in wie vielen Aspekten sie sich zeigen können – seien es die unterschiedliche Gewichtung von Blick- und Körperkontakt, verschiedene Entwicklungsziele für Kinder oder Essgewohnheiten. Grundvoraussetzung der interkulturellen Elternarbeit ist, sich auf Augenhöhe zu begegnen und – auf beiden Seiten – eigene „Selbstverständlichkeiten“ bewusst zu hinterfragen.

Sara Belušić
Christian Böhnke

Workshop 3: Stimme und Stimmung


In der täglichen pädagogischen Arbeit mit Kindern, wird unsere Stimme besonders gefordert. In ihr spiegelt sich auch unsere aktuelle Stimmung wider. Im Kita-Alltag haben wir den pädagogischen Auftrag, uns mit den Themen der inklusiven Haltung und Handlung in allen Bereichen auseinanderzusetzen. Welche Aspekte der Inklusion sind bei dem Thema „Stimmung“ auch in Bezug auf unsere Stimme von Bedeutung? Da Kinder äußere Einflüsse ungefiltert aufnehmen und unmittelbar darauf reagieren, ist ein sorgsamer Umgang mit der Stimme (und Stimmung) ein wichtiger Aspekt, um nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die der Kinder zu pflegen.

Kreske Spachowski
Niklas Hill

Workshop 4: Musizieren mit Kindern


In dem Workshop geht es darum, möglichst ohne jegliches Material und Vorkenntnisse, den Kindern ein Musikalisches Grundgerüst mitzugeben. Es wird geklatscht, getrommelt (Bodypercussion) und gesungen. Ihr werdet Neues über euch selbst erfahren und eure Grenzen austesten, denn nur durch Selbsterfahrungen könnt ihr euer Wissen authentisch an die Kinder weitergeben. Während des Workshops schlüpfen die Teilnehmenden in die Rolle der Kinder. Es ist keine Vorerfahrung nötig und später in fast jeder Situation umsetzbar.

 


 

Fachtag 2023

„Gemeinsam. Kompetenzen. Stärken.“

Am 22. November 2023 wurde der Regionalfachtag erstmals im Auftrag des Kreises Schleswig-Flensburg und des Landes Schleswig-Holstein vom Kompetenzteam Inklusion organisiert und gestaltet. Der Regionalfachtag war daher besonders durch die Vorstellung des Kompetenzteams Inklusion geprägt, welches im Juni 2023 seine Arbeit bei Adelby 1 für den Kreis Schleswig-Flensburg aufgenommen hat.

Start in den Tag

Anlässlich der Übergabe des Regionalfachtages Inklusion an das Kompetenzteam führte Heiko Frost, Geschäftsführer von Adelby 1, ins Thema ein. Auch um die Wichtigkeit der Inklusion und die Möglichkeiten des Kompetenzteams hervorzuheben. Weiter begrüßte Maja Klingner, Koordinatorin des Kompetenzteams Inklusion, die Teilnehmenden und klärte über den Entstehungsprozess, die Zusammensetzung und die Aufgaben des Teams auf. Der Regionalfachtag wurde von Simone Ullmann, 1. Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses des Kreises Schleswig-Flensburg, unterstützt. Sie machte im Besonderen deutlich, dass Inklusion weiterhin ein aktuelles Thema ist und an Bedeutung eher noch zunehmen werde. Wie Inklusion in der Praxis aussehen kann, zeigte Klaus-Peter Katzer, einer der Initiatoren des Inklusionslaufes Schleswig. Er machte den Teilnehmenden auf emotionale Art sichtbar, dass es sich lohnt Inklusion zu leben. Mit ein wenig Mut und Engagement können wir sowohl den Kreis Schleswig-Flensburg bunter gestalten als auch allen Menschen ein vielfältiges und selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

 

Workshops

Die Workshops des Regionalfachtages vom 22. November 2023 wurden von den Fachkräften des Kompetenzteams Inklusion selbst konzipiert und durchgeführt. Bei der Auswahl konzentrierten sich die Fachkräfte darauf Fachwissen zielgruppengerecht zu vermitteln und praxisorientierte Verknüpfungen zur Berufstätigkeit in der Kita und Kindertagespflege herzustellen. Die hier aufgeführten Workshops können auch als kostenfreie In-House-Schulungen von Einrichtungen der Kita und Kindertagespflege des Kreises Schleswig-Flensburg bei der Koordination des Kompetenzteams gebucht werden.

Gesine Bormann
Gesine Bormann

Workshop 1: Spielen in Inklusiven Settings


Das kindliche Spiel hat eine enorme Bedeutung in der Entwicklung und Bildung von Kindern. Es wirkt sich auf die kognitive, soziale, emotionale, biologische und sensomotorische Entwicklung der Kinder aus. Dadurch sind gerade in inklusiven Gruppen die Teilhabemöglichkeiten und Teilhabechancen durch das Einbringen verschiedene Fähigkeiten in das Spiel gegeben.

Dieser Workshop soll zum einen das Wissen über die Notwendigkeit des Spiels und die Spielentwicklung in der Theorie in Erinnerung rufen als auch Anregungen im Austausch zu inklusiven Spielmomenten schaffen.

Sarah Marie Mikoleit
Sarah Marie Mikoleit

Workshop 2: Armutssensibles Handeln


Armut ist allgegenwärtig und betrifft in Deutschland mehr als jedes 5. Kind. Armut beschämt und grenzt junge Menschen aus. Armut erschwert die gesellschaftliche Teilhabe und bedeutet für die armutserfahrenen Familien oftmals eine Vielzahl an Einschränkungen im alltäglichen Leben.

Im Workshop wollen wir uns für die Lebenswelt armutserfahrener junger Menschen sensibilisieren. Wir hinterfragen alltägliche Strukturen der Einrichtungen und gestalten diese armutssensibler um.

Sara Belušić
Sara Belušić

Workshop 3: (Mehr) Mehrsprachigkeit wagen


Nicht erst seit den Zuwanderungsbewegungen der letzten Jahre gehört Mehrsprachigkeit in unserer Gesellschaft und somit auch in unseren KiTas und Kindertagespflegestellen zum Alltag. Gemeinsam betrachten wir in diesem Workshop, wie vielfältig frühkindliche Mehrsprachigkeit sich darstellt und schauen, welche – manchmal unverhofften – sprachlichen Schätze wir selbst eigentlich mitbringen.

Im Workshop lernen Sie einige Möglichkeiten und Materialien kennen, um Mehrsprachigkeit unkompliziert in den Gruppenalltag einbeziehen zu können und sprachliche Hürden im Elternkontakt zu überwinden.

Kreske Spachowski
Kreske Spachowski

Workshop 4: Immer in Bewegung! – Psychomotorik Angebote im pädagogischen Alltag


Psychomotorikangebote ermöglichen es Kindern, Erfahrungen über den Körper und die Bewegung zu sammeln. Dabei geht es nicht nur um die körperlichen Erfahrungen, sondern auch um weitere Bereiche ihrer Persönlichkeit, die angeregt und gestärkt werden. Dies können die kognitiven Fähigkeiten, die Gefühlslage, die Einschätzung und die Wahrnehmung der eigenen Person sein. Das Bewegungsverhalten der Kinder gibt uns auch Aufschluss über ihre psychischen Befindlichkeiten. Daher kann die Psychomotorik als ein Konzept der ganzheitlichen Entwicklungsförderung verstanden werden und ein Zugang zu allen Kindern sein, unabhängig von ihren individuellen Entwicklungs- und Lernvoraussetzungen.

Im Workshop werden Bewegungsangebote mit Alltagsmaterialien vorgestellt, die eine gute Alternative zu den klassischen psychomotorischen Geräten sind. Sie sind im pädagogischen Alltag ohne viel Aufwand und Vorbereitung umsetzbar und bieten den Kindern zusätzlich die Möglichkeit eigene Spielideen, Fantasie und Kreativität einzubringen und umzusetzen.

 

Mittschnitt der Einführung

 

Fachtag 2022

„Inklusion macht nachhaltig“

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Am 2. November 2022 veranstaltete der Kreis Schleswig-Flensburg nun schon zum fünften Mal den Regionalfachtag zur Inklusion. Auch dieses Jahr durften wir den Regionalfachtag wieder für Sie ausrichten.

Das Thema in diesem Jahr war „Inklusion macht nachhaltig“.

So war der Fachtag dieses Jahr

Herzlich Willkommen in Schleswig

Die Mäntel waren in der Garderobe verstaut, die Namensschilder ausgeteilt – nun es konnte losgehen:

Frau Hanna Hansen vom Jugendhilfeausschuß des Kreises Schleswig-Flensburg begrüßte im Plenum und dankte allen Anwesenden, dass sie sich in dieser schwierigen Zeit des Fachkräftemangels trotzdem Zeit genommen hatten, an diesem Tag teilzunehmen.

Aufnahme des Saals

Was ist eigentlich Inklusion, was wird aktuell dazu auf verschiedenen Ebenen diskutiert. Warum macht Inklusion nachhaltig? Heiko Frost, Geschäftsführer von Adelby 1, stimmte die Teilnehmer auf den Tag ein und es sollte dann gleich dynamisch weitergehen. Wir starteten in die Arbeitsphase mit einem flotten Speeddating. Mit den Fragen „Was fördert Inklusion in Deinem Alltag“ und „Was ist Nachhaltigkeit für Dich“ hatten die Teilnehmer viele Möglichkeiten zum gegenseitigen Kennenlernen und Vernetzen.

Workshops & Arbeitsphase

Vormittags fanden drei Workshops statt, die das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Die Referentinnen setzten engagiert fachliche Impulse und so konnten alle mit neuen Ideen und Perspektiven ein sehr zufriedenes Resümee ziehen. Begleitet wurden die Workshops von drei Studentinnen der Universität Flensburg künstlerisch begleitet. So haben unsere Sammlung wieder hochkarätigen Zuwachs bekommen.

  • Momentaufnahme aus einem der Workshops
  • Momentaufnahme aus einem der Workshops
  • Gemaltes Bild von Amelie Schnaut
  • Gemaltes Bild von Nike Kergel
  • Gemaltes Bild von Anna Martens

Nachmittags stand eine Zukunftswerkstatt auf dem Programm. In wechselnden Gruppen ging es um die Parameter, die Inklusion erfolgreich machen und Anforderungen, die in den Inklusionszentren erfüllt sein müsste.

Arbeitsergebnisse der Zukunftswerkstatt

Pausen und Klönschnack

Beim Mittagessen und in den Pausen gab es viele Möglichkeiten zum Klönen und Austauschen.

So ging ein arbeitsintensiver, abwechslungsreicher und informativer Tag zu Ende. Vielen Dank, dass Sie dabei waren, wir freuen uns auf die nächste Veranstaltung 2023!

  • Aufnahme des Essens
  • Eine Aufnahme der Anwesenden, ein Gruppenbild
Stimmen aus dem Teilnehmerkreis
  • „Solche Fachtage mit so wichtigen Themen sollte es öfter geben!“
  • „Danke schön!“
  • „Danke für den Fachtag und dass Ihr Euch so sehr für Inklusion einsetzt!“

Hier eine Themenübersicht

Dunja Dahmke
Dunja Dahmke

Workshop 1: Inklusion – Partizipation – Nachhaltigkeit


Inklusion wurde mit der Agenda 2030 von der internationalen Staatengemeinschaft als eines der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) formuliert. Das Recht auf gleichberechtigte Teilhabe und der Zugang zu „gerechter und hochwertiger“ Bildung sind nicht nur auf internationaler, sondern auch auf nationaler (und lokaler) Ebene als verbriefte Rechte von Kindern festgeschrieben.

Ebenfalls gesetzlich normiert ist das Recht eines jeden Kindes auf Beteiligung, an allen das Kind berührenden Angelegenheiten. Dies kann die Kitas vor große Herausforderungen stellen, denn diese Rechte von Kindern haben auf struktureller, konzeptioneller, haltungsbedingter und wertebasierter Ebene einen großen Einfluss auf die Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung.

Aber was bedeutet dies konkret für die einzelne Kindertageseinrichtung?

  • Was bedeutet das Recht auf gleichberechtigte Teilhabe und das Recht auf Selbst- und Mitbestimmung konkret für die einzelne Kindertageseinrichtung und die dort tätigen Fachkräfte?
  • Was kann „inklusive Bildung“ vor dem Hintergrund von Nachhaltigkeit bedeuten?
  • Welche Rahmenbedingungen sind förderlich für deren Umsetzung?
  • Warum ist eine inklusive und partizipative Pädagogik untrennbar mit Kinderschutz verbunden?
Susanne Brandt
Susanne Brandt

Workshop 2: „Es war, es ist, es könnte sein…“ – Nachhaltigkeit mit kreativen Erzähltechniken vermitteln


Geschichtenerzählen (Storytelling) für und mit Kindern öffnet leicht zugängliche und inklusive Wege, um das schwer fassbare Thema Nachhaltigkeit gemeinsam kreativ zu gestalten.

Besonders gut gelingt das mit Geschichten, die beweglich sind, Fragen wecken und nicht nur eine Antwort geben – so farbig, vielfältig, erstaunlich und wechselvoll, wie das Leben eben ist. Da werden Herausforderungen gemeistert, eigene Stärken und die Hilfe durch andere spürbar. Gefühle finden ihren Ausdruck, Perspektiven verändern sich, Humor und Freude, aber manchmal auch Gefahren gehören dazu. Eine anschaulich und lebendig erzählte Geschichte trägt dazu bei, Zusammenhänge des Lebens zu erkennen und Wendepunkte zu erkunden. Zur Vertiefung bieten Musik und Spiel viele Möglichkeiten zum Mitmachen.

Im Workshop kommen Bilderbücher und überlieferte Märchen aus verschiedenen Kulturkreisen zum Einsatz wie auch Geschichten, die mit verschiedenen Kreativtechniken neu entstehen: mit Kindern spielerisch erfunden oder weitergesponnen. Denn das Erzählen erweist sich immer wieder als ein dialogisches Geschehen, variabel und mit verschiedenen Themen der Nachhaltigkeit zu verknüpfen. Inhaltliche Bezüge ergeben sich z.B. zu den Kinderrechten, aber auch zum Thema Klima wie zu verschiedenen Phänomenen der Natur und Alltagswelt.

  • Zur Referentin, Susanne Brandt
    • Dipl.-Bibliothekarin
    • Rhythmikpädagogin (BWR)
    • Qualifikation als Integrationslotsin, für interkulturelle Musikpraxis und Nachhaltigkeitsmanagement
    • seit über 30 Jahren in der Sprach- und Leseförderung für Bibliotheken und in Kooperationen mit Kitas und Schulen tätig
    • Autorin verschiedener Praxisbücher zum Thema
Bente Samuelson
Bente Samuelson

Workshop 3: Inklusion als nachHALTiges Fundament des pädagogischen Handelns


Damit inklusives und nachhaltiges pädagogisches Handeln gelingen kann, benötigt sie ein solides Fundament. Dieses Fundament zielt auf die Bewusstmachung der verantwortungsvollen Rolle von pädagogischen Fachkräften, auf das Reflektieren der eigenen Perspektiven auf das Kind und die Realisierung der Teilhabemöglichkeiten aller Kinder in der Kindertageseinrichtung.

Selbstreflexion und das Verständnis der eigenen Werte und inneren Überzeugungen schaffen die Basis für qualitätvolles pädagogisches Handeln. Was pädagogische Fachkräfte in ihrer Biographie und Sozialisation erfahren haben, hat Einfluss darauf, wie sie Kinder sehen und mit ihnen interagieren. Das gilt es zu betrachten, anzuerkennen und im Hinblick auf das eigene pädagogische Handeln zu reflektieren.

Alle Kinder und ihre Familien sind unterschiedlich. Die pädagogischen Fachkräfte werden angeregt, vielfältige und vor allem ressourcenorientierte Perspektiven auf Kinder einzunehmen. Sie verstehen, welche Macht von ihnen ausgeht und welche entscheidenden Rollen sie selbst für die Identitätsentwicklung von Kindern spielen.
Erwachsene sind in einer machtvolleren Position als Kinder und können die Teilhabe von Kindern im Alltag ermöglichen oder auch erschweren. Dies zu verstehen und in Hinblick auf das eigene pädagogische Handeln zu hinterfragen, ist grundlegender Bestandteil der inklusiven pädagogischen Grundhaltung.

In diesem Workshop nähern wir uns folgenden Themen und Fragestellungen an:

  • Reflexion der pädagogischen Grundhaltung
  • Bedeutung des wertebasierten und vorurteilsbewussten Handelns im pädagogischen Alltag
  • Gelebte Inklusion – wie kann dies aussehen?

 

Fachtag 2021

„Gemeinsame Worte finden und alle mitnehmen“

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Am 2. November 2021 veranstaltete der Kreis Schleswig-Flensburg zum vierten Mal den Regionalfachtag zur Inklusion.

Dieses Jahr war es eine rein digitale Veranstaltung.

Auf unsere Gäst*innen warteten wieder Vorträge zu spannenden Themen.

Hier eine Themenübersicht

Alexander Hartig
Alexander Hartig

Gender – die sensible Kita


Förderung der Diversitätsakzeptanz: Wenn der Workshop irgendwie dazu beiträgt, dass den „Kinder von heute“ nicht genderstereotypisierend, sondern mit Offenheit für die Vielfältigkeit der geschlechtlichen Identitäten begegnet wird, bin ich zufrieden :).

Vita von Alexander Hartig

Beruflicher Werdegang

  • Seit 2014 als Psychologischer Psychotherapeut in unterschiedlichen klinischen Kontexten tätig (Schwerpunkte: Arbeit mit Psychosebetroffenen und Psychoonkologie)
  • Seit 2015: Dozent (Lehraufträge an Unis und in der postgradualen Psychotherapieausbildung)
  • Seit 2018 ehrenamtlich als Teamer beim Jugendnetzwerk lambda::nord e.V. aktiv; Durchführung von Antidiskriminierungsworkshops an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen
  • Seit 2020: Supervisor bei mehreren Psychotherapieausbildungsinstituten in Hamburg
  • Seit 2021 als hauptamtlicher Mitarbeiter beim Jugendnetzwerk lambda::nord e.V. tätig; Beratung und multiplikatorische Aufgaben
Dokumente zum Workshop
Mitschnitt vom Workshop
Anke Fiebig
Anke Fiebig

Gebärdenunterstütze Kommunikation – Verstehen und verstanden werden


Die Gebärdenunterstützte Kommunikation wurde ursprünglich in der Sprachförderung von Kindern mit Down-Syndrom, aber auch bei Sprachentwicklungsverzögerung als Lernhilfe eingesetzt.

Kindergebärden stellen häufig die erste Maßnahme in der Unterstützten Kommunikation für Kinder dar. Sie sollen die Lautsprache des Kindes nicht ersetzen, sondern Kindern und Eltern einen zusätzlichen Kanal zur verbalen Kommunikation bieten. Gebärdenunterstützte Kommunikation können grundsätzliche alle Kinder nutzen, die motorisch dazu in der Lage sind, diese selbst auszuführen.

Es ist beobachtet worden, dass sie allen Kindern durch die Visualisierung der Worte und somit dem Nutzen von zwei Sinnen hilft, sich bereits im kleinsten Alter besser verständigen zu können und zu verstehen.

Dieser Workshop bietet allen Teilnehmenden die Möglichkeit Grundlagen der Gebärdenunterstützten Kommunikation zu erlernen, die sofort im Kita Alltag eingesetzt werden können.

Vita von Anke Fiebig

Anke Fiebig ist akademische Sprachtherapeutin, Diplom- und Trauma-Pädagogin und arbeitet als Fachberatung bei Adelby 1. Gebärdenunterstützte Kommunikation ist ihr eine Herzensangelegenheit, in der sie sich stetig fortgebildet hat.

Dokumente zum Workshop
Mitschnitt vom Workshop
Tanja Wolf
Tanja Wolf

Kinderschutz und Kommunikation – Sprachgewalt im Gleichgewicht?


In dem Workshop von Tanja Wolf wird die Verantwortung und die Wichtigkeit des Themas Kinderschutz in den Fokus des pädagogischen Alltags gerückt. Wie können wir sensibel mit den Grenzen der Kinder umgehen und wann ist sofortiges Handeln notwendig?

Hier werden Werkzeuge für den pädagogischen Alltag mitgegeben, um auch schwierige Situationen meistern zu können.

Vita von Tanja Wolf

Tanja Wolf ist Bildungs- und Erziehungswissenschaftlerin. In den letzten zehn Jahren hat sie in den verschiedensten Bereichen der Sozialpädagogik und Kinder- und Jugendbildung umfangreiche Erfahrungen und Fachwissen sammeln können, welche sie nun gerne mit Ihnen teilen möchte.

Besonders wichtig sind ihr die Umsetzung von theoretischen Konzepten in die praktische Arbeit des Alltags, ziel- und ressourcenorientiertes Arbeiten sowie ein wertschätzendes und konstruktives Miteinander. Dabei stehen für sie junge Menschen und deren Schutz jederzeit im Mittelpunkt des pädagogischen Handelns.

Mitschnitt vom Workshop
Henrike Marks
Henrike Marks

Nachhaltige Arbeit mit Kindern – ist das Inklusion?


Wenn wir bewusst mit unseren Ressourcen umgehen und diese Haltung an unsere Kinder weiter geben, schaffen wir die Grundlage, auch kommenden Generationen ein Leben in Würde zu ermöglichen. Aber wie genau können wir das im pädagogischen Alltag umsetzen? Wo fangen wir an und wie können wir die Kinder begeistern? In diesem Workshop erhalten Sie Impulse und Ideen, wie sie nachhaltige Konzepte auch in Ihre Arbeit mit einfließen lassen können.

Vita von Henrike Marks

Henrike Marks arbeitet seit August 2019 als Projektleiterin für Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) bei Adelby 1. Hier begleitet Sie die Gemeinwohl-Bilanzierung und die Umsetzung der Ergebnisse aus diesem Prozess. Während ihres Studiums zur Umweltpädagogin 2016 begegnete Sie der GWÖ erstmals und verfasste infolgedessen ihre Masterarbeit zu dem Thema. Sie ist Mitglied der GWÖ-Regionalgruppe Schleswig-Holstein Nord und koordiniert dort die Arbeitsgruppe „Bildung“.

Dokumente zum Workshop
Mitschnitt vom Workshop

 

Rückblick auf die Fachtage 2020

„Brücken bauen – Grenzen überwinden“

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Bereits zum dritten organisierte die  Akademie 1 gemeinsam mit dem Kreis Schleswig-Flensburg Regionalfachtage zum Thema Inklusion. Pädagogische Fachkräfte aus rund 140 Kindertagesstätten, pädagogische Fachberatungen und Kindertagespflegepersonen im Kreis waren eingeladen. Trotz der besonderen Situation, bedingt durch die Corona-Pandemie, sind knapp 50 Teilnehmende persönlich der Einladung gefolgt. Ziel der Regionalfachtage war es erneut, sich mit dem Thema Inklusion als Haltungsfrage auseinanderzusetzen. Die interaktive Auseinandersetzung mit Inklusion wurde im Rahmen von vier Workshops gefördert, um den inklusiven Gedanken weiter zu verankern.

 Kreisfachtage 2020

Eröffnet wurden die Regionalfachtage von  Adelby 1-Geschäftsführer Heiko Frost. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein stimmte die Teilnehmenden mit einem Impulsvortrag zum Thema Inklusion auf die bevorstehenden Workshops ein. Sowohl beim Regionalfachtag am 08.09.2020 in Süderbrarup als auch beim zweiten Fachtag am 10.09.2020 in Schleswig konnten die Teilnehmenden aus vier spannenden Workshopthemen wählen, die ein weitestgehendes Verständnis von Inklusion widerspiegelten. Zur Auswahl standen Workshops zum Thema Digital inklusive Sprachförderung in Kitas, Haltung und Stärkung der positiven Zusammenarbeit mit Familien, Umgang mit traumatisierten Systemsprengern sowie ein Workshop zum Umgang mit Trauer und Tod im pädagogischen Alltag.

Auch in diesem Jahr war das Feedback überwältigend:

Anregend, hilfreich, praxisnah, toller Austausch.

Sehr nette Dozentin! Sehr netter Dozent!
Wir kommen nächstes Jahr wieder!

Besonders freuen wir uns darüber, dass die Teilnehmenden so viele „geistige Impulse“ mitnehmen und Multiplikatoren der inklusiven Auseinandersetzung werden wollen.

Das waren die vier Workshop-Themen:

Lea Schulz
Lea Schulz

Diklusion


Digital inklusive Sprachförderung mit Hilfe von iPads in der Kindertagespflege

Vita von Lea Schulz

Dr. Lea Schulz ist Studienrätin am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Sie ist dort in der Aus-, Fort- und Weiterbildung im Schulartteam Sonderpädagogik insbesondere für die Fachrichtung Sprache tätig. Sie leitet den Bereich „Digitale Medien und Inklusion“ und begleitet Schulen in der digital-inklusiven Schulentwicklung.

Bevor sie als Sonderschullehrerin arbeitete, war sie als Medienpädagogin in der App- und Softwareentwicklung tätig und baute bspw. die Lernplattform bettermarks mit auf.

Dokumente zum Workshop
Mitschnitt vom Workshop
Christina Friedrichsen
Christina Friedrichsen

Haltung


Von der Elternbearbeitung zur positiven Zusammenarbeit mit Familien

Vita von Christina Friedrichsen
  • Seit 20 Jahren im Kita-Bereich tätig
  • 2000 Montessori-Diplom
  • ab 2012 zuerst für das Bundesprogramm „Frühe Chancen" und aktuell für das Bundesprogramm „Sprach-Kita“ tätig
  • 2016 Qualifizierung zur Elternbegleiterin
  • 2017 beim Fachtag für Inklusion in Schleswig-Flensburg mit dem Workshop „Musikalischer Morgenkreis“ dabei
Dokumente zum Workshop
Mittschnitt vom Workshop
Literaturempfehlungen
  • „Du gehörst dazu – das große Buch der Familien“ von Mary Hoffman und Ross Asquith
  • „Zusammenarbeit mit Eltern vorurteilsbewusst gestalten –  Inklusion in der Kita Praxis“ von WAMIKI
  • „Willkommen in unserer Kita“ von Andrea Ekert und Elke Schlösser
  • die Zeitschrift TPS, Ausgabe 6/20 „Eltern – wie wir sie ins Boot holen“
  • Ich empfehle außerdem den internen Bereich der „Sprach-Kita Online-Plattform“
Dr. Björn Tesmer
Dr. Björn Tesmer

Traumatisierte Systemsprenger


Praktische Werkzeuge für die Zusammenarbeit von Kita und Jugendhilfe

Vita von Dr. Björn Tesmer

Ist Diplom-Pädagoge, Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis, Pädagogische Leitung und Geschäftsführer einer traumapädagogischen stationären Kinder- und Jugenhilfeeinrichtung

Mittschnitt vom Workshop
Literaturempfehlungen
  • BAUSUM et al. (HRSG., 2013). Traumapädagogik: Grundlagen, Arbeitsfelder und Methoden für die pädagogische Praxis: Weinheim: Beltz
  • KRUEGER, Andreas (2011). Powerbook – Erste Hilfe für die Seele. Hamburg: Elbe und Krueger
  • WEISS, Wilma (2013). Philipp sucht sein Ich: Zum pädagogischen Umgang mit Traumata in den Erziehungshilfen. Weinheim: Juventa
Martin Guitoo
Martin Guitoo

Wir sind alle für dich da


Der Umgang mit Trauer und Tod als Herausforderung im pädagogischen Alltag

Vita von Martin Guitoo
  • Ehem. Einrichtungs­leitung der Kita Muscia
  • Kindheitspädagoge
  • Referent der Akademie 1 für die Qualifizierung von Tagespflegepersonen
  • Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger
  • Ehrenamtlicher Sterbebegleiter im Kinder- und Erwachsenenbereich
Mittschnitt vom Workshop
Literaturempfehlungen
  • Abedi, Isabel; Cordes, Miriam (2012): Abschied von Opa Elefant. Eine Bilderbuchgeschichte über den Tod. Hamburg: Dressler Verlag GmbH
  • Davies, Benji ( 2016): Opas Insel. 2. Auflage. Hamburg: Aladin
  • Endres, Brigitte; Schulze, Marc-Alexander (2010): Wo gehst du hin, Opa? 9. Auflage. Zürich: Aracari
  • Hermann, Inger; Solé-Vendrell, Carme (2007): Du wirst immer bei mir sein. 5. Auflage. Düsseldorf: Patmos Verlag GmbH & Co. KG.
  • Hunger, Angelika; Enge, Annelore (2018): Kind und Tod. Bücherkatalog 2018. 27. Auflage. Verlage: Online-Druck
  • Marshall, Anna (2012): Oma und die 99 Schmetterlinge. Würzburg: Arena
  • Müller, Birte (2003): Auf Wiedersehen, Oma. Zürich: Michael Neugebauer
  • Norrström, Hannele; Nordqvist, Sven (1997): Das Goldmädchen. Hamburg: Verlag Friedrich Oetinger
  • Schärer, Kathrin (2015): Der Tod auf dem Apfelbaum. Zürich: Atlantis
  • Schütze, Martina; Böhlke, Dorothée (2016): Ich pass von oben auf dich auf. Freiburg: Herder
  • Seitz, Marielle (2018): Kirschkerne spucken bis zum Himmel. Eine Geschichte vom Abschiednehmen. Seelze: Friedrich Verlag
  • Smeding, Ruthmarijke E.W. (2010): (Hg); Heitkönig-Wilp, Margarete (Hg.) (2010): Trauer erschließen. Eine Tafel der Gezeiten. Wuppertal: der hospiz verlag
  • Snumit, Michal (1991): Der Seelenvogel. Hamburg: Carlsen Verlag GmbH
  • Teckentrup, Britta (2013): Der Baum der Erinnerung. München: arsEdition

Videos vom Fachtag 2020

Impressionen vom Fachtag
Eröffnung
Impulsvortrag von Torben Bock

 

Rückblick auf die Fachtage 2019

Bereits zum zweiten Mal durften wir die Fachtage in Zusammenarbeit mit dem Kreis Schleswig-Flensburg organisieren, diesmal unter dem Motto „In Vielfalt wohlfühlen, denn alle gehören dazu“.

Das waren die vier Workshop-Themen:

  • „Dafür bist Du noch zu klein“
    Sprachsensibles Handeln in der Kita
  • „Bei den Kleinen schon ganz groß“
    Unterstützte Kommunikation als Wegbegleiter für sprechende und nicht sprechende Kinder, unabhängig der Muttersprache
  • „Warum Mädchen oder Junge sein?“
    Vielschichtigkeit von Gender
  • „Kinder brauchen…“
    Armut und die Lebenswirklichkeit von Kindergartenkindern

 

Rückblick auf die Fachtage 2018

Im Auftrag des Kreises Schleswig-Flensburg hat unsere Akademie 1 vier Fachtage mit Workshops und Impulsvorträgen zur Inklusion organisiert. 110 Pädagoginnen und Pädagogen aus 60 Kindertagesstätten des Kreises haben teilgenommen.

Die Mittel für diese Maßnahme, die auch ein Starterpaket für die teilnehmenden Kitas mit inklusivem Fachbuch- und Spielmaterial beinhalten, stammen vom Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag.

Fachtage

Die methodische Evaluation der vier Fachtage spiegelt bereits einen großen Erfolg wieder, von „Es war eine tolle Atmosphäre“, über „So gute Impulse“ über ein „Einfach prima, mehr davon“.

„Ich gehe davon aus, dass der Unterarbeitskreis Inklusion mit dieser Maßnahme äußerst nachhaltig das Thema in Herzen und Köpfen bewegt hat. Ich zumindest bin sehr positiv von den persönlichen Rückmeldungen überrascht“ so Adelby 1-Geschäftsführer Heiko Frost